Katzenkrankheiten - Hautkrankheiten


Tumore

Furunkel und Abszesse

Pilzbefall und Ekzeme

Stumpfes Fell

Allergien


Tumore:

Solche Tumoren sind bei Katzen wesentlich seltener als zum Beispiel bei Hunden, aber wenn sie auftreten, sind sie häufiger bösartig (Krebs). Darum ist es wichtig, daß Sie Ihre Katze gut beobachten, so daß Sie eventuell auftretende Veränderungen frühzeitig bemerken. Wie immer bei Tumoren sind die Heilungschancen wesentlich größer, je früher die Geschwulst entdeckt wird. Entdecken können Sie als Tierhalter allerdings nur Tumoren, die in oder unter der Haut liegen. Das können zum Beispiel Milchdrüsengeschwülste sein. Hin und wieder treten diese auf, allerdings anders als bei Hunden mehr im vorderen Teil des Gesäuges, relativ nah an den Vorderbeinen.

Tumoren an inneren Organen können Sie normalerweise nicht erkennen. Ein Hinweis darauf   kann ein gestörtes Allgemeinbefinden der Katze sein, auch starkes Abmagern ohne anderen ersichtlichen Grund kann auf einen Tumor hindeuten. Die Behandlung erfolgt einzig operativ und ist um so erfolgversprechender und auch leichter, wenn die Erkrankung früh entdeckt wurde. Wenn Sie also bei der regelmäßigen Pflege Ihrer Katze sind oder auch beim hoffentlich ebenfalls regelmäßigen Schmusestündchen, schauen Sie genau hin, fühlen Sie, tasten Sie das Tier ruhig immer mal wieder ab.

nach oben


Furunkel und Abszesse:

Furunkel und Abszesse sind bei der Katze gar nicht so selten, vor allem Abszesse entstehen manchmal nach Bißverletzungen an der Wunde. Die Wunde scheint sich dann zu schließen, es bildet sich eine Kruste, doch nach einiger Zeit schwillt die Stelle an, ist heiß und schmerzhaft. Die Katze macht einen abgeschlagenen Eindruck. Besser ist es, wenn Sie mit dem Tier zum Tierarzt gehen. damit er den Abszess öffnet und die Wunde versorgen kann. Er wird dafür sorgen, daß der Eiter abfließen und eine kontrollierte Wundheilung stattfinden kann.

Furunkel dagegen entstehen an Haarbälgen, die sich entzünden und dann auch eitrig werden. Auch diese Schwellungen sind warm und das Tier reagiert auf Druck an dieser Stelle mit einer Schmerzreaktion. Manchmal öffnen sie sich von allein, aber auch hier kann der Besuch beim Tierarzt erforderlich werden, wenn dies nicht passiert. Im Unterschied zu Furunkeln und Abszessen fühlen sich Tumoren nicht warm an und sind schmerzlos.

nach oben


Pilzbefall und Ekzeme:

Pilzbefall und Ekzeme verursachen der Katze häufig unangenehmes Hautjucken, eine sichere Diagnose und Behandlung ist nur durch den Tierarzt möglich. Vor allem kreisförmiger Haarausfall legt die Vermutung eines Pilzbefalls nahe. Die beiden bei Katzen auftretenden Pilzerkrankungen gehören die Mikrosporie sowie die Trichophytie. Beide gehören zu den Zoonosen (= zwischen Tier und Mensch übertragbare Krankheiten), sind also auch auf den Menschen übertragbar.

Die Mikrosporie führt bei der Katze zu zu kleinen, kreisrunden Kahlstellen, meist an den Ohren und im Gesicht. Sie ist anzeigepflichtig, aber heilbar. Die erkrankte Katze sollte sicherheitshalber nicht mit Kindern und anderen Haustieren in Berührung kommen, ihr Liegeplatz und alle Unterlagen sowie Spielzeug etc. müssen gründlich desinfiziert werden.

Die Trichophytie (Scherpilzflechte) tritt seltener auf, ihre Symptome sind ähnlich wie die der Mikrosporie, auch sie ist ansteckend für den Menschen, aber heilbar. Bei Verdacht auf Pilzbefall sollte besonders auf einen hygienischen Umgang mit der Katze geachtet werden. Regelmäßige Fellpflege ist eine gute Gelegenheit, krankhafte Hautveränderungen früh zu erkennen und zu behandeln. Inzwischen gibt es die Möglichkeit, gegen manche Pilze sowohl therapeutisch, also zur Behandlung, wie auch prophylaktisch, zur Vorbeugung, zu impfen.

nach oben


Stumpfes Fell:
Stumpfes Fell ist bei Katzen häufig nicht nur ein Anzeichen schlechter Pflege, sondern kann auch auf eine Erkrankung bzw. auf Fütterungsfehler hindeuten. So macht sich zum Beispiel an Mangel an Fett durch stumpfes, struppiges Fell bemerkbar, weil die Katze mit zu wenig Fett in der Nahrung nicht genügend fettlösliche Vitamine aufnehmen kann. In einem solchen Fall können Sie im Zoohandel erhältliche Fettpräparate, meist in Cremeform, zugeben, die die Tiere gern sogar direkt aus der Tube schlecken.

Sinnvoll ist allerdings eine Absprache mit dem Tierarzt, denn zuviel des Guten ist auch hier schädlich. Neben medizinischen Ursachen kann aber glanzloses Fell auch darauf hindeuten, daß Ihre Katze schlicht unglücklich ist. So können plötzliche Veränderungen in der Umgebung ein Auslöser sein oder auch ein Mangel an Zuwendung. Denken Sie also auch darüber nach!

nach oben


Allergien:
Allergien treten auch bei Tieren immer häufiger auf, es handelt sich hierbei um Überempfindlichkeitsreaktionen auf bestimmte Stoffe, sogenannte Allergene. Sie äußern sich meist anfangs als Juckreiz, können aber auch zu tränenden Augen oder Nasenausfluß führen.
Allergene, also allergieauslösende Wirkung können verschiedenste Stoffe haben, die sich in der Umgebung der Katze befinden, zum Beispiel Waschmittel (deren Rückstände häufig in Decken etc. zu finden sind), Möbel- oder Raumspray, Insektenvernichtungsmittel, wie sie z.B. in Flohhalsbändern zu finden sind, manchmal auch Shampoos.

Nicht vergessen werden darf die Futtermittelallergie, also eine Überreaktion auf bestimmte Bestandteile der Ernährung. Wenn der Verdacht auf eine solche Futtermittelallergie besteht, kann Ihnen der Tierarzt sogenannte hypoallergene Futtermittel geben. Hypoallergen bedeutet, daß dieses Futter nur Nährstoffe enthält, von denen bekannt ist, daß sie nur in den allerseltensten Fällen Allergien auslösen. Wenn dann die Symptome nachlassen, können nach und nach weitere Zutaten wieder gefüttert werden, so daß man den auslösenden Stoff hoffentlich einkreisen und herausfinden kann. Wenn aber der Auslöser der allergischen Reaktion nicht gefunden werden kann, bleibt als Gegenmittel gegen den unangenehmen Juckreiz häufig nur die Behandlung mit Cortison, das zwar unerwünschte Nebenwirkungen wie vermehrten Appetit hat, aber den Juckreiz meist zuverlässig behebt. Zu heftige Nebenwirkungen können vermieden werden, wenn über einen bestimmten Zeitraum täglich eine geringe Dosis gegeben und diese langsam verringert wird.

nach oben